Location
Informationen zur Festung und der Umgebung:


Festung Grauerort

Die Festung Grauerort wurde in den Jahren 1869 bis 1879 von den Preußen zum Schutz vor feindlichen Schiffen auf der Elbe errichtet. Man nutzte die hohe Altmarsch nahe des Fahrwassers der Elbe aus, um in der Zeit, in der die Spannungen mit Frankreich zunahmen, schnell einen wirksamen Schutz des Hamburger Hafens zu haben. Bereits im deutsch französischen Krieg 1870/71 war die Festung einsatzbereit. Die Festung wurde jedoch nie in Kampfhandlungen verwickelt.

Nach dem zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Engländer die Festung. Im Gegensatz zu anderen militärischen Anlagen wurde sie allerdings nicht gesprengt. Die Bunker, Verwaltungs- und Unterkunftsgebäude dienten vielen Flüchtlingen bis Ende der 50ger Jahre als Unterkunft.
Von 1960 bis 1985 wurde das Gelände von einer Entsorgungsfirma zur Delaborierung von Munition genutzt. Die Firma nutzte vor allen Dingen die Flächen und Gebäude außerhalb der historischen Festung.
Von 1985 bis zum Sommer 1997 wurde das Gelände ganz der Verwahrlosung preisgegeben. Die Festung selber ist Jahrzehnte lang vernachlässigt worden. Seit 1997 wird hier aufgeräumt, Treppen und Zugänge freigelegt und die Mauerverschlüsse wieder entfernt.
Die Festung soll als denkmalgeschütztes Bauwerk saniert und wieder hergestellt werden. Die künftige Nutzung soll eine kulturelle Erlebniswelt mit Künstlern, Kunsthandwerkern und alten Handwerken sein. Museen, zur Darstellung der Militärgeschichte des 19. Jahrhunderts, der Baugeschichte und der Lebensverhältnisse jener Zeit, sind Ziele des Freilichtmuseums.


Die Hanestadt Stade

994 erstmals schriftlich erwähnt, entwickelte sich der kleine Marktflecken Stade zu einem wichtigen Hafen- und Handelsplatz. 1209 erhielt er das Stadtrecht. Ab dem 13. Jahrhundert segelten Stader Kaufleute über die Schwinge zur Elbe und von dort weiter nach Holland und Dänemark. Damals gehörte die Stadt zur Hanse und war anfangs bedeutender als Hamburg. Von 1645 bis 1712 beherrschten die Schweden die Stadt und bauten sie zu einer wichtigen Festung mit großem Wallgraben aus.

Fachwerk, Wasser und eine mehr als 1.000-jährige Geschichte prägen das Städtchen Stade zwischen Cuxhaven und Hamburg. In der sanierten Altstadt ist die Historie auf Schritt und Tritt präsent. Schmucke Gebäude aus verschiedenen Epochen säumen die Straßen und Plätze. Die ältesten Bauten, etwa das Gewölbe des Rathauskellers, stammen aus der Zeit vor 1500. Da Stade nach dem großen Brand 1659 größtenteils neu aufgebaut wurde, gibt es besonders viele Häuser und Kunstgegenstände aus dem Barock.

Zu den sehenswerten Gebäuden gehören die Kirchen St. Wilhadi und St. Cosmae, das Rathaus mit einem imposanten Portal, der Schwedenspeicher sowie zahlreiche Fachwerkhäuser. Ein guter Ausgangspunkt für eine Stadtbesichtigung ist der Fischmarkt am Alten Hafen. Dort schlägt das touristische Herz Stades, zahlreiche Restaurants und Cafés bieten Sitzplätze am Wasser.

Südöstlich von Stade liegt das Alte Land, das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Deutschlands. Zur Baumblüte im Frühjahr gleicht die Elbmarsch einem Meer aus Apfel-, Birnen- und Kirschblüten. Die schöne Landschaft und die schmucken Dörfer mit alten Fachwerkhöfen machen die Region zu einem interessanten Ausflugsziel - auch außerhalb der Blütezeit. Vom Elbdeich können Radfahrer, Spaziergänger und Inlineskater den weiten Blick über die Obstbaumreihen auf der einen und den Fluss auf der anderen Seite genießen. Viele Wege führen auch durch die Plantagen